Unnötige Spannung Teil 2

Unnötige Spannung Teil 2

Erstaunlich viele Parallelen sollte ich am heutigen Sonntag erleben. Nicht nur konnte ich ebenso wie bei der ersten Herrenmannschaft zwei Spiele in Folge (krankheitsbedingt und wegen einer sturmbedingten Absage) nicht sehen, nein auch das Spiel der Zwoten ähnelte dem 2:1-Erfolg über Duisburg.

Wieder mal ins NLZ verschoben, ging es zu ungewohnter Anstoßzeit gegen den SC Gitter, der im Abstiegskampf feststeckt. Nach der ärgerlichen Niederlage vor zwei Wochen und dem abgesagten Spiel am vergangen Sonntag wollten die Löwen endlich wieder siegen.

Aufstellung: Tobias Bremer – Robin Dybizbanski, Daniel Pflüger (67. Marc Pfitzner), Gunnar Niemann, Ibrahim Diallo – Leander Petry, Nathan Wahlig (78. Nils Gehde), Moritz Hindermann (67. Raphael Zimpfer)- Lukas Molter (67. Christian Ebeling)

Es dauerte etwas, bis die Blau-Gelben ins Spiel gefunden hatten. Nach einer Ecke der Gäste fand der Ball den Weg an den Pfosten. Das war wohl eine Art Weckruf, denn fortan ging es nur noch in eine Richtung. Nach 20 Minuten sah Neumann Stürmer Lukas Molter starten und fand ihn mit einem starken Langen Ball. Die Nummer 11 konnte im 1gg1 den Gästekeeper nicht überwinden, doch der Ball blieb heiß und landete bei Flügelstürmer Moritz Hindermann, der aus 20m einfach mal abzog. Von der Latte prallte der Ball ins Netz, ein sehenswerter Treffer! Die Gäste zeigten sich geschockt und fanden gar nicht mehr statt.

Robin Dybizbanski auf dem Weg nach vorne

Nur kurz nach dem 1:0 brach Molter über links durch und schlenzte den Ball aufs lange Eck. Der Torhüter streckte sich und konnte den Ball gerade so abwehren, aber wieder blieb der Ball im Spiel. Leander Petry schnappte sich das Spielgerät zum Nachschuss, doch der orange gekleidete Torhüter war erneut zur Stelle und wehrte zur Ecke ab. Die Gäste kamen nun wirklich ins Wanken, wieder nur wenige Augenblicke später rauschte eine scharfe Flanke von Ibo Diallo durch den Strafraum, fand aber keinen Abnehmer. Nach etwa einer halben Stunde traten erst Wahlig und dann Kischka zwei Freistöße aus aussichtsreicher Position. Der Schuss von Wahlig landete in den Armen des Torhüters, der Schuss von Kischka flog knapp am Tor vorbei.

Doch wie heißt es so oft? Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten rein. Ein gehobener Pass fiel einem Braunschweiger Verteidiger unglücklich auf den Kopf und prallte von dort zum Ausgleich ins Tor. Die Gäste hatten bisher noch keinen Ball selber aufs Tor gebracht.
Kurz vor der Halbzeitpause rettete der Gitter-Keeper gegen einen heranstürmenden Blau-Gelben, geriet dadurch aber in einen Zweikampf mit Diallo, den unsere Nummer 27 gewann. Sein Schuss aufs vom Torwart verlassene Tor wurde aber noch von einem Abwehrspieler von der Linie gekratzt. So ging es mit einem 1:1 in die Pause.

Jubel nach dem 1:0

Nach dem Pausentee gab es das gleiche Spiel: Die Eintracht stürmte, der SC Gitter versuchte zu verteidigen und Konter zu fahren, die aber eigentlich nie halbwegs gefährlich wurden. Kurz nach Wiederanpfiff hängte Molter alle Abwehrspieler ab, Sieger im 1gg1 blieb aber abermals der Mann im Kasten. Nicht ganz zehn Minuten später steckte Kischka stark auf Wahlig durch, der nur noch den Torhüter vor sich hatte. Aber erneut konnte dieser den Abschluss abwehren. Nur eine Minute später flitzte der schnelle Molter recht unbedrängt in den Strafraum, legte sich dabei den Ball aber einen Tick zu weit vor und prallte dann mit dem Torwart zusammen. Zum Glück blieben beide unverletzt.

Etwa fünf Minuten später erlief Diallo einen starken Steilpass und gab den Ball in die Mitte. Dort fand er Molter, der den Ball aber knapp am Tor vorbei setzte. Kurz darauf legte Molter auf Hindermann, der aus etwa 20m zu zentral zielte und den Gästetorwart vor wenig Probleme stellte. Zwei Zeigerumdrehungen später eroberte Petry einen Abpraller im Strafraum, doch sein Schuss aus kurzer Entfernung wurde vom Keeper abgewehrt. Etwa eine Viertelstunde vor Abpfiff dann die Erlösung: Außenverteidiger Diallo tankt sich gegen mehrere Gegenspieler auf seiner linken Seite durch, flankt scharf in die Mitte und findet dort Christian Ebeling, der den Ball mit viel Schwung zur völlig verdienten Führung im Tor unterbrachte.

Jubel nach dem verdienten 2:1

Wenig später darf Diallo erneut flanken, seine gut getretene Hereingabe findet aber weder Freund noch Feind. Dann steckte die Vereinslegende Marc „Pfitze“ Pfitzner auf Christian Ebeling durch, der aber einen Schritt zu spät kam. In der Schlussphase kam der Ball nach einer Ecke zu Petry, dessen Schuss aber gerade so geblockt werden konnte. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit wurden die Gäste dann doch mal selber gefährlich: Keeper Tobias Bremer war schon geschlagen, aber die Abwehr hatte aufgepasst und konnte den Ball vor der Linie klären.

In der Nachspielzeit hatte Ebeling noch einen flachen Abschluss vom Strafraumrand, den der Torhüter aufnehmen konnte. Der letzte Abschluss des Spiels hatte Neumann, der aber übers Tor zielte. So sahen die 95 Zuschauer am Ende einen absolut verdienten Sieg, der eigentlich zu niedrig ausfiel. Die Gäste waren unzufrieden mit dem Schiedsrichter, der sie allerdings eher bevorteilte und bei vielen Einwürfen und Freistößen beide Augen zudrückte, als Gitter den Ball um einige Meter nach vorne verlegte. Auch in einigen Zweikampfsituationen hätte ich mir anderen Entscheidungen gewünscht, eine spielentscheidende Fehlentscheidung war zum Glück nicht dabei.

Mannschaftskreis nach dem Heimsieg

Durch den Heimsieg hüpfen die Landesligalöwen auf Rang vier, bei zwei Spielen weniger als die direkten Tabellennachbarn. Am kommenden Samstag geht es zum FSV Schöningen, die vor der Saison den Aufstieg als Ziel ausgerufen haben. Bei drei Spielen weniger als Spitzenreiter Vorsfelde liegen sie 12 Punkte zurück. Anstoß im Elmstadion ist um 14 Uhr.

Bis dahin

Euer Kivi

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