Was macht eigentlich…? Abgänge 2021

Erneut startet eine neue Kategorie! Hierbei geht es um ExLöwen, also was ehemalige Spieler nun machen. Zum Start beleuchte ich die Spieler, die uns im Jahr 2021 verlassen haben. Sortiert sind diese nach Zeitpunkt des Abgangs. Spieler, die ihre Karriere beendet haben, werden nicht betrachtet.

Nick Proschwitz (64 Einsätze, zwölf Tore, sieben Vorlagen):

Der mittlerweile 35-Jährige kam im Sommer 2019 zu uns und war neben Martin Kobylanski eine der Hoffnungen auf viele Tore. In seiner ersten Saison spielte er in 29 Einsätzen durchschnittlich etwas mehr als 70 Minuten. Dabei gelangen ihm fünf Tore und drei Vorlagen, was man durchaus als enttäuschend bezeichnen kann. Nach dem Corona-Restart kam er nur noch auf zwei Startelfeinstätze bei elf Partien. Am Ende stand dennoch der Aufstieg.

Daher ging man davon aus, dass er in der Zweitligasaison nicht mehr der Stammstürmer sein sollte. Kurioserweise erhielt er in der 2. Liga noch mehr Spielzeit! Nun spielte er bei 31 Einsätzen durchschnittlich 77 Minuten! Durch die häufigen Verletzungen von Abdullahi und Winterleihe Ji war die Konkurrenz aber auch kaum vorhanden. In der 2. Bundesliga gelangen ihm sieben Tore und drei Vorlangen. Zum Klassenerhalt reichte es bekannterweise nicht.

In der aktuellen Saison wurde er noch gegen Kaiserslautern und Viktoria Berlin eingesetzt, dann war das Kapitel überraschend plötzlich beendet. Im August, kurz vor dem Pokalspiel gegen den HSV wurde der Vertrag aufgelöst, kurz darauf war dann sein neuer Arbeitgeber klar: Die U23 von der TSG Hoffenheim, bei der der erfahrene und viel (sehr viel) herumgekommene Stürmer vorangehen soll. Bisher erzielte er dort in 25 Spielen 17 Tore und konnte fünf Mal vorlegen. Seitdem ist es recht still geworden um den großgewachsenen Angreifer, Interviews oder Presseauftritte konnte ich nicht finden.

Nick Proschwitz (rechts) und ich

Dominik Wydra (30 Spiele, eine Vorlage)

Der Mann für die zentrale Defensive war die gesamte Zweitligasaison Stammspieler wurde in den letzten drei Spielen dann aber gar nicht mehr eingesetzt. Ex-Trainer Meyer kannte ihn bereits von seiner Station bei Erzgebirge Aue und setzte den Österreicher sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der Sechs ein. Im Sommer 2021 lief der Vertrag aufgrund des Abstiegs aus. Der 27-Jährige schaffte mit seinem neuen Wechsel dann den persönlichen Aufstieg. Sein neuer Arbeitgeber Raków Częstochowa spielt in der Ekstraklasa. Auf viele Einsatzzeiten kam Wydra allerdings nicht drei Kurzeinsätze in der Liga und einer Quali-Runde für die Conference League steht ein einziger Einsatz über 90 Minuten gegenüber. Seit dem 9. Spieltag Mitte September stand Wydra gar nicht mehr im Kader des polnischen Erstligisten, der momentan auf Platz zwei steht.

Dominik Wydra mit dem Spielgerät am Fuß (bs1895)

Felix Kroos (33 Spiele, zwei Tore, eine Vorlage)

Mit großen Hoffnungen wurde der Bruder vom Weltmeister Toni Kroos 2020 in Braunschweig empfangen. Er sollte helfen, das große Ziel, den Klassenerhalt zu erreichen. Zwar war er unumstrittener Stammspieler, doch die, zugegeben etwas hohen, Erwartungen konnte er nur sehr selten erfüllen. In Erinnerung bleibt vor allem sein schöner Last-Minute Treffer gegen Sandhausen per Freistoß und sein Podcast, den er mit seinem Bruder betreibt. Zum Klassenerhalt reichte es bekanntlich nicht. Ganz witzig war es dennoch, wenn ein Weltstart wie Toni Kroos sich öffentlich, vor allem auf Twitter, zur Eintracht äußerte. Im Endeffekt eine unglückliche Verpflichtung für beide Seiten. Ein ähnlich namhafter Spieler wird wohl erstmal nicht mehr verpflichtet.

Felix Kroos ist unzufrieden (bs1895)

Nach der Saison beendete Kroos mit gerade mal 30 Jahren seine aktive Profi-Karriere. Auf seinem Instagram-Profil verkündete der Mittelfeldspieler: „Diese Entscheidung treffe ich aus voller Überzeugung und mit einem Lächeln auf dem Gesicht, auch wenn sie mir sicher nicht leicht fiel.“ Danach hospitierte er in verschiedenen Funktionen bei seinem Herzensclub Union Berlin. Kurz darauf wollte er dann doch wieder kicken, aber auf Amateur-Niveau und schloss sich dem Berliner Bezirksligen FSV Fortuna Pankow 46 an. Einen Einsatz konnte ich aber nicht recherchieren.

Leon Bürger (zwölf Spiele, zwei Tore, zwei Vorlagen)

Leon Bürger sorgte immer wieder für etwas Verwunderung. War doch eigentlich bei jedem Einsatz das Talent des jungen Mittelfeldspielers erkennbar, trotzdem konnte er sich unter mehreren Trainern nicht durchsetzen. Der oft durch Verletzungen geplagte filigrane Techniker wechselte 2016 in die Jugendabteilung von Eintracht und spielte 44 Mal für die Blau-Gelbe U19. Sein Vater Henning betreute die U23 in über 200 Spielen. In der Saison 2016/17 gewann Leon mit der U19 den deutschen Pokal in Berlin. Im Finale wurde der FC Carl Zeiss Jena mit 3:0 abgefertigt. In der Herrenmannschaft wollte der Durchbruch nicht gelingen. Nach dem Abstieg wurde Bürger per Pressemitteilung gemeinsam mit sieben anderen Spielern verabschiedet.

Leon Bürger jubelt. Danke an Karim für die Fotos!

Der gebürtige Hamburger ging daraufhin den Schritt zurück zum Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena. In der aktuellen Saison kam der 22-Jährige in 24 Spielen auf eine durchschnittliche Einsatzzeit von 65 Minuten, dabei stand er in 19 Spielen in der Startelf. Dabei gelangen ihm vier Torvorlagen und ein Tor. Jena befindet sich zwar in der oberen Tabellenregion, doch der Abstand auf den ersten ist vielleicht etwas zu groß für Aufstiegsträume.

Manuel Schwenk (50 Spiele, sechs Tore, neun Vorlagen)

In der Anfangszeit noch unter seinem Geburtsnamen Janzer unterwegs schaffte der Flügelspieler im ersten Ligaeinsatz gleich einen Sieg. Ungewöhnlich ist das, weil das in der Hinrunde 2018/19 nur sehr selten vorkam. Zu regelmäßigen Einsätzen reichte es für ihn dennoch nie: 2018/19 kam er auf 18 Einsätze, in der Aufstiegssaison 2019/20 auf 17 und in der Zweitligasaison 2020/21 auf 15 Einsätze. Insgesamt spielte er in 50 Einsätzen durchschnittlich etwa 42 Minuten. Dass ihm trotzdem 15 Torbeteiligungen gelangen, ist also eigentlich ganz ordentlich. In Erinnerung bleibt er vor allem als er sich gegen den SV Meppen am Boden liegend über einen Pfostentreffer ärgerte und somit ein Tor verhinderte. Fürstner hatte den Abpraller für einen Nachschuss genutzt und sogar schon den Torwart überwunden. Der Ball traf aber genau Schwenk und ging somit nicht ins Tor.

Schwenk, damals noch Janzer, wird von einem Fan getröstet (bs1895)

Auch er wurde nach dem Abstieg per Pressemitteilung verabschiedet. Für den mittlerweile 29-Jährigen ging es zurück nach Kiel, von dort kam er auch zur Eintracht. Allerdings ist seine neue Mannschaft die U23 der Norddeutschen. Für den Regionalligisten gelang Schwenk, der vom Online-Portal Sportbuzzer als „Königstransfer“ bezeichnet wurde, in 13 Einsätzen ein Tor. In fünf Spielen war er nicht im Kader, in einem saß er auf der Bank, in neun Spielen stand er in der Startelf.

Felix Dornebusch (Acht Spiele, 18 Gegentore, 1x ohne Gegentor)

Ex-Trainer Daniel Meyer wollte gerne auf einen mitspielenden Torhüter bauen. Da er das Marcel Engelhardt, Jasmin Fejzic und Yannik Bangsow nicht zutraute, kam mit Felix Dornebusch vom Glubb ein weiterer Keeper. Bangsow wurde daraufhin ausgeliehen, Fejzic und Engelhardt sollten um den Platz auf der Bank konkurrieren. Schnell wurde allerdings klar, dass Dornebusch zumindest im Kasten nicht mehr auf dem Kasten hatte als die beiden Aufstiegskeeper. Die gewohnte Ausstrahlung eines Fejzics vermissten viele Löwenfans. Die vielen scheinbar unhaltbaren Bälle, wie sie Engelhardt gegen Saisonende gehalten hatte, konnte er nicht nachmachen. Der fußballerische Vorteil war zudem auch nicht stark zu sehen. Im Endeffekt hatte man nun drei Keeper auf ziemlich ähnlichem Niveau und viele Fans, die mit Dornebusch aus nachvollziehbaren aber auch aus weniger nachvollziehbaren Gründen nicht zufrieden waren. Nach einer sehr schwachen Mannschaftsleistung, an der auch Dornebusch nicht ganz unbeteiligt war, verlor er seinen Stammplatz an Fejzic, der daraufhin den Rest der Saison den Kasten hütete und zehn Mal eine weiße Weste bewahren konnte. Dornebusch kam somit nur auf acht Einsätze, einmal musste er dabei wegen einer Roten Karte früher das Spielfeld verlassen.
Auch Dornebusch wurde per Pressemitteilung verabschiedet.

Felix Dornebusch in Aktion (bs1895)

Etwa einen Monat später stand sein neuer Arbeitgeber fest: Fortuna Sittard aus der Eredivise. Hier kommt der 27-Jährige momentan nicht über die Rolle des Ersatzkeepers hinaus, ein Pflichtspiel hat er für die Niederländer noch nicht bestritten. Zusammen mit seinen Mitspielern kämpft er gegen den Abstieg. Ein Kampf, den er auch aus Braunschweig bereits kennt.

Marcel Bär (85 Spiele, 14 Tore, elf Vorlagen)

Von den Abgängen im Jahr 2021 hat Marcel Bär deutlich die meisten Einsätze absolviert. Als Teil der Rettungsmission „Klassenerhalt“ kam er in der Wintertransferphase 2019 aus Aalen und wurde sofort absoluter Stammspieler. Mit fünf Torbeteiligungen in 17 Einsätzen half er beim knappen Klassenerhalt mit. In der darauffolgenden Saison spielte er weiterhin eine tragende Rolle. Wirklich Einsatzzeit einbußen musste er nur bei den wechselnden Teams nach dem Corona-Restart. In der Aufstiegssaison gelangen ihm in 36 Einsätzen acht Tore und sieben Vorlagen. Dem gebürtigen Gifhorner wurde immer ein blau-gelbes Herz zugesprochen.
In der Zweitligasaison reduzierte sich seine Einsatzzeit etwas, in 32 Spielen kam er durchschnittlich 52 Minuten lang zum Einsatz, dabei gelangen ihm vier Tore und eine Vorlage.

Marcel Bär sucht den Abschluss (bs1895)

Nach dem Abstieg konnte man sich nicht über einen neuen Vertrag einigen und so ging der Offensiv-Allrounder zum vermeintlichen Aufstiegskonkurrenten TSV 1860 München. Diese erleben eine allerdings wechselhafte Saison und sind eher im Tabellenmittelfeld zu finden mit einem doch eher größerem Abstand auf die Aufstiegsplätze. Für Bär persönlich ist es dennoch eine erfolgreiche Saison: In 28 Drittligaspielen traf er 13 Mal und konnte ein Tor vorbereiten. Im Rückspiel gegen unsere Eintracht traf er früh zum 1:0 (Endstand 2:2). Der Ex- und Neulöwe wird von der Münchener Abendzeitung als „ein echter Zehner mit Vollstrecker-Qualitäten“ bezeichnet.

Der 29-Jährige spielte zuvor auch einige Zeit für die Braunschweiger U23 und schaffte in 83 Spielen 14 Tore und elf Vorlagen.

Fabio Kaufmann (34 Spiele, fünf Tore, fünf Vorlagen)

Nach einer richtig starken Drittligasaison bei den Kickers aus Würzburg (14 Tore und 14 Vorlagen) kam zur Saison 2020/21 mit Fabio Kaufmann ein vielversprechender Flügelflitzer zur Eintracht. Während er am Anfang noch im Sturm spielte, rückte er nach dem ersten Drittel der Saison wieder auf seine angestammte rechte Seite. So traf er bei zwei von drei Hinrundensiegen und war mit zehn Torbeteiligungen einer der Spieler mit den meisten Torbeteiligungen, auch wenn er nicht ganz an die herausragende Drittligasaison anknüpfen konnte. In der Rückrunde gelangen ihm nur noch drei Torbeteiligungen.

Nach dem Abstieg wechselte er ablösefrei zum Karlsruher SC. Dort stand er bei 17 Einsätzen bisher fünf Mal in der Startelf. Ende des letzten Jahres fiel er einige Zeit wegen einer Operation aus. Durchschnittlich spielte er etwa eine halbe Stunde. Dabei gelangen ihm eine Vorlage. 2022 kam er bei fünf Einsätzen zu insgesamt 33 Minuten Einsatzzeit.

Fabio Kaufmann beim Torjubel (bs1895)

KSC-Fan Marie schreibt über Kaufmann:
„Die Zeit von Fabio Kaufmann bei uns hat sich bisher eher unglücklich gestaltet. Insgesamt stand er diese Saison 17 Mal im Kader, wovon er aber nur in fünf Spielen (von Beginn an) eingesetzt wurde. Sein bisher noch ausstehender Durchbruch lässt sich auch durch seine Ausfallzeiten erklären, vor Weihnachten setze ihn eine Blinddarm-OP außer Gefecht, im Wintertrainingslager fehlte er dann wegen einer Corona Erkrankung.“

Nico Klaß (15 Spiele, kein Tor, keine Vorlage)

Peter Vollmann zeigte sich bei der Vorstellung des damals 23-Jährigen überzeugt, dass er den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen kann. Der etatmäßige Innenverteidiger kam von Rot-Weiß Oberhausen. Nach der Verletzung von Stamm-Linksverteidiger Niko Kijewski wurde der 1,87m große Linksfuß vor allem auf der linken defensiven Seite aufgestellt, wobei man die Umgewöhnungsschwierigkeiten sehen konnte. Auf seiner gewohnten Position des Innenverteidigers spielte er in vier Einsätzen nur 63 Minuten lang. Nachdem er sieben Spiele in Folge in der Startelf stand, verpasste er krankheitsbedingt die letzten sieben Ligaspiele komplett.

Viele dachten, für die 3. Liga wäre er mindestens ein sehr nützlicher Back-Up Spieler, doch der gebürtige Duisburger ging zurück zu Rot-Weiß Oberhausen, da er wieder näher an seiner Heimat spielen wollte. In Oberhausen freute man sich, da Klaß in Braunschweig noch einmal Fortschritte gemacht habe. In der Regionalliga West wurde der mittlerweile 24-Jährige sofort zum Stammspieler: Bei jedem seiner 20 Einsätze für die Oberhausener stand er in der Startelf. Im Oktober bremste ihn eine Fußverletzung aus. Gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach konnte er in der Nachspielzeit das Siegtor erzielen. Laut transfermarkt.de ist der Mann mit der Rückennummer 14 der wertvollste Spieler im Kader von „RWO“.

Oumar Diakhité (17 Spiele, kein Tor, eine Vorlage)

Ein ungewöhnlicher Transfer für die Braunschweiger Eintracht ereignete sich im Januar 2021. Der vereinslose Senegalese wurde von seinem Berater angeboten und wurde daraufhin zum Probetraining eingeladen. Dabei konnte er offensichtlich überzeugen, am 14.01.2021 wurde er offiziell verpflichtet. Peter Vollmann zeigte sich sehr froh über die Verpflichtung , da der Innenverteidiger beim portugiesischen Erstligisten Desportivo Aves (mittlerweile vom Spielbetrieb zurückgezogen) unumstrittener Stammspieler war. Sein Debüt feierte er bei der unglücklichen 2:4-Niederlage gegen den HSV und überzeugte fortan die Eintracht-Fans vor allem mit seiner resoluten und robusten Defensivarbeit. Leider fehlte er im wichtigsten Spiel der Rückrunde wegen zwei völlig unnötigen gelben Karten bei der 3:1-Niederlage in Kiel. So musste er im Derby von der Tribüne aus zugucken. In allen 17 Spielen stand er in der Startelf, den Abstieg konnte aber auch er nicht verhindern.

Nachdem er die portugiesische Staatsangehörigkeit angenommen hatte, stiegen die Hoffnungen auf einen Verbleib des Innenverteidigers bei der Blau-Gelben Anhängerschaft. Nicht-EU Ausländer sind in der 3. Liga nur sehr eingeschränkt spielberechtigt und durch die doppelte Staatsangehörigkeit hätte Diakhité für die Eintracht spielen dürfen. Doch der heute 28-Jährige entschied sich für einen Wechsel zum SV Sandhausen. Auf seinem Instagram-Profil bedankte er sich für die Unterstützung als Eintracht-Profi und verkündete die Hoffnung auf eine Rückkehr ins Löwen-Trikot.

Für seinen neuen Arbeitgeber startete er als Stammspieler in die Saison. Doch nach dicken Fehlern und einer Gelb-Roten Karte verlor er seinen Stammplatz bereits nach dem zweiten Spieltag. Insgesamt durfte er in sieben Einsätzen durchschnittlich 49 Minuten spielen. Seit Ende Oktober stand er allerdings keine Minute auf dem Platz.

Robin Ziegele (37 Spiele, ein Tor, eine Vorlage)

Der gebürtige Wolfsburger kam zur Saison 2019/20 von der U23 des Vereins aus der Autostadt zur Eintracht. Der Innenverteidiger mit dem Löwen-Tattoo debütierte beim Auswärtssieg in Jena und war danach die meiste Zeit Stammspieler. In 20 Einsätzen spielte er im Schnitt 84 Minuten. Beim 1:1 gegen den damaligen Spitzenreiter MSV Duisburg erzielte er per Seitfallzieher sein einziges, aber wichtiges Tor. Nach dem Corona-Restart fehlte er lange Zeit verletzt und konnte erst nach dem gelungenen Aufstieg am letzten Spieltag wieder eingesetzt werden. Bei der 4:3-Niederlage in Meppen spielte er erneut die vollen 90 Minuten.

Aufgrund der dünn besetzten defensiven Außenbahn musste auch Ziegele dort in der 2. Bundesliga aushelfen. In fünf spielen gab der gelernte Innenverteidiger den Außenverteidiger, kein Spiel konnte gewonnen werden, im Derby gelang ihm immerhin eine Torvorlage zu einem grandiosen Tor von Martin Kobylanski. In seinen 17 Einsätzen in der Zweitligasaison kam er auf eine durchschnittliche Einsatzzeit von 65 Minuten.

Robin Ziegele während der Berufsausübung (bs1895)

So war denkbar, dass er nach dem Abstieg erneut Stammspieler werden würde, doch sein auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert und auch der heute 24-Jährige wurde per Pressemitteilung mit sieben anderen Spielern verabschiedet.

Im September heuerte Ziegele dann bei Preußen Münster in der Regionalliga West an und wurde nach kurzer Eingewöhnungszeit Stammspieler. Bei 19 Einsätzen stand er nur einmal nicht in der Startelf und spielte 17 Mal über die vollen 90 Minuten. Dabei gelang ihm gegen den SV Lippstadt sein bisher einziger Saisontreffer. Nach einer kleinen Verletzung verlor er seinen Stammplatz, profitierte aber von einem Ausfall des Konkurrenten und holte sich seinen Stammplatz nach drei Spielen ohne Einsatz wieder zurück.

Yassin Ben Balla (30 Spiele, zwei Tore, eine Vorlage)

Nach einer starken Drittligasaison beim MSV Duisburg wechselte der Franzose an die Oker. Bei uns wurde er zum Stammspieler und fiel häufig durch stark Balleroberungen und sehenswerte Offensivaktionen auf. So bereitete er beim 5:4 gegen Hertha BSC ein Tor herausragend mit der Hacke vor. Der Mittelfeldspieler stand in 24 Spielen in der Startelf, nur in einer kurzen Phase von fünf Spielen im Spätwinter wurde er gar nicht eingesetzt. Seine beiden Treffer erzielte er bei der Niederlage in Kiel und bei der Heimniederlage gegen Würzburg.

Ben Balla (links) gegen den 1. FC Nürnberg (bs1895)

Nach dem Abstieg war allen Beteiligten recht schnell klar, dass der 25-Jährige nicht bleiben wird, hatte er ohnehin schon auf einem einjahres Vertrag bestanden. So blieb Ben Balla in der 2. Bundesliga und ging zum Aufsteiger FC Ingolstadt. Dort kam er auf keine einzige Einsatzminute, da er seit längerem mit einer Verletzung ausfällt.

Njegoš Kupusović (Sechs Spiele, kein Tor, keine Vorlage)

Auch der junge Serbe war ein alter Bekannter vom damaligen Trainer Daniel Meyer. Zuvor war der Offensivspieler an Erzgebirge Aue ausgeliehen und zu seinem Stammclub FK Roter Stern Belgrad zurück gekehrt. Laut transfermarkt.de bezahlte Eintracht 100.000€ für den Wechsel. Auf viel Einsatzzeit kam er allerdings nicht, bei sechs Einsätzen durfte er nur 60 Minuten spielen. Eine Torbeteiligung gelang ihm nicht.

Nach dem Abstieg ging auch Kupusović den Weg in Liga 3, allerdings zu Türkgücü München. Dort blieb es bei einem sehr kurzen Intermezzo: Nach einem Einsatz im Bayernpokal und ohne Einsatz in der 3. Liga ging es nach nur zwei Monaten in die Slowakei zum FK AS Trenčín. Dort kam er sowohl bei Trenčín als auch beim vermeintlichen Partnerverein MFK Dubnica zum Einsatz. Zwei Kurzeinsätze in der ersten Liga stehen zehn Einsätze und zwei Tore in der zweiten Liga gegenüber.

Dong-won Ji (ein Tor, eine Vorlage)

Vom Erstligisten Mainz 05 wurde der Südkoreaner zur Rückrunde 2020/21 ausgeliehen. In den ersten beiden Spielen gelangen ihm eine Vorlage und ein schönes Tor (im Derby). Durchschnittlich wurde er 62 Minuten eingesetzt. In der Nachspielzeit des 33. Spieltag sah er eine Rote Karte und fehlte somit im entscheidenden Spiel gegen den HSV. Nach dem Abstieg kehrte der Offensivspieler nach Mainz zurück. Auch sein Abgang wurde mit per Pressemitteilung bekannt gegeben.

Ji jubelt im Derby (bs1895)

In die neue Saison ging es aber mit einem anderen Arbeitgeber. Für den 30-Jährigen ging es ins Heimatland Südkorea zurück zum FC Seoul. Dort wurde er in 15 Einsätzen durchschnittlich 36 Minuten eingesetzt. Dabei gelang ihm ein Tor und eine Vorlage. Ende August bis Ende September 2021 sowie im Oktober 2021 ein Spiel verpasste er aufgrund von Muskelverletzungen.

Patrick Kammerbauer (49 Spiele, kein Tor, drei Vorlagen)

Der Mann für die Mittelfeldzentrale kam ebenfalls leihweise zur Eintracht, verbrachte aber zwei Spielzeiten in Blau-Gelb und durfte den Aufstieg feiern sowie den Abstieg betrauern. Dabei war er die meiste Zeit über Stammspieler. In 23 Einsätzen in der Drittliga-Saison spiele er im Schnitt 71 Minuten, in der folgenden Saison in Liga 2 wurde er in 26 Einsätzen durchschnittlich 58 Minuten eingesetzt.

Kammerbauer im Gespräch mit Thomas

Nach dem Abstieg kehrte er zu seinem Stammverein, dem SC Freiburg, zurück und wurde dort in die U23 versetzt. Diese war aufgestiegen und nun Ligakonkurrent der Braunschweiger in der 3. Liga. Im Gegensatz zu den anderen Leihspielern wurde sein Abgang nicht extra bekannt gegeben. Für die Breisgauer kam er in 28 Spielen auf durchschnittlich 57 Minuten Einsatzzeit wobei ihm vier Torvorlagen gelangen. In den beiden Spielen gegen seinen alten Verein spielte er insgesamt 117 Minuten.

Zuletzt war er Interview-Gast beim Podcast Gegengerade. Das Gespräch im Vorfeld der Partie gegen die U23 vom SC Freiburg ist auch auf YouTube zu sehen.

Suleiman Abdullahi (61 Spiele, elf Tore, sechs Vorlagen)

Um die Blau-Gelbe Zeit von „Manni“ zu erläutern, muss man etwas ausholen. Ursprünglich zur Saison 2016/17 vom norwegischen Erstligisten Viking Stavanger gekommen, verletzte sich der Nigerianer nach vielversprechender Vorbereitung schwer am Meniskus und konnte erst im Dezember sein Pflichtspiel-Debüt feiern. So richtig ins Team kam er auch in der Rückrunde noch nicht, lief es doch so gut, dass man nur knapp am direkten Aufstieg scheiterte und in die Relegation musste.

In der darauffolgenden Saison kam der junge Stürmer zu etwas mehr Einsätzen, musste aber bis in den November 2017 warten, bis seine erste richtig starke Phase beginnen sollte. Dann gelangen ihm in neun Spielen neun Torbeteiligungen. Trotzdem stand am Ende bekanntlich der Abstieg. Da er in der 3. Liga nicht eingesetzt werden durfte, suchten die Blau-Gelben nach einem Abnehmer. Für eine vermeintliche Leihgebühr von 700.000€ ging es zum ambitionierten Zweitligisten Union Berlin. Dort dauerte es bis zum elften Spieltag bis Abdullahi zu seinem Debüt kommen sollte. In 20 Einsätzen kam er auf zwei Tore und vier Vorlagen bei durchschnittlich 57 Minuten Einsatzzeit. Auch mit Union Berlin erreichte der robuste und trotzdem flinke Stürmer die Relegation zur ersten Bundesliga. Und dieses Mal war er entscheidend beteiligt. Er erzielte den schnellen Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1. Am Ende stiegen die Hauptstädter aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore in die Bundesliga auf.

Manni im Einsatz (Bild von bs1895)

In Der Bundesliga fehlte Abdullahi oft verletzt oder wegen Trainingsrückstand und kommt bisher auf nur sechs Einsätze in der höchsten deutschen Fußball-Liga. Dabei gelang ihm ein Tor. Zur Bundesligasaison hatte Union die Kaufoption in Höhe von 500.000 Euro gezogen. Doch nach Ablauf der Saison ging es zurück nach Braunschweig, erneut per Leihe.

Aufgrund von vielen Verletzungen oder fehlender Fitness kam Abdullahi nur auf 18 Einsätze und wurde im Schnitt 49 Minuten eingesetzt. Ihm gelangen drei Tore. Seine einzigen beiden Ligatore erzielte er beide im letzten Zweitliga-Sieg gegen den VfL Osnabrück. Nach dem Abstieg gab die Eintracht seine Rückkehr zum Stammverein ebenfalls per Pressemitteilung bekannt.

Zurück beim Bundesligisten Union Berlin kommt „Manni“ in der aktuellen Saison auf keine einzige Minute Spielzeit. Bei der 0:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund war er das bisher einzige Mal im Kader. Im Sommer läuft sein Vertrag aus und es ist davon auszugehen, dass das Kapitel Union dann beendet wird.

Leandro Putaro (47 Spiele, drei Tore, fünf Vorlagen)

Putaro wurde im Sommer 2018 von Arminia Bielefeld ausgeliehen und nach Ablauf der Saison für 80.000 Euro verpflichtet. In seiner ersten Drittligasaison war er noch fester Bestandteil des Kaders. In 28 Minuten wurde er durchschnittlich 63 Minuten eingesetzt und konnte zwei Tore und fünf Torvorlagen zum Klassenerhalt beisteuern. Der gebürtige Göttinger konnte sich in der folgenden Aufstiegssaison nicht mehr richtig durchsetzen und wurde nur in 17 Spielen eingesetzt. Dabei spielte er im Schnitt 47 Minuten. Gegen den 1. FC Kaiserslautern gelang ihm nach einem tollen Pass von Danilo Wiebe sein einziges Saisontor.

In der darauffolgenden Zweitligasaison spielte der Offensivspieler quasi keine Rolle mehr. Der mittlerweile 25-Jährige kam nur zu zwei Kurzeinsätzen über insgesamt zehn Minuten.

Putaro tritt eine Ecke für seinen neuen Arbeitgeber (bs1895)

Kurz vor Ende der Wintertransferphase 2021 wechselte er ablösefrei zum SC Verl. Dort konnte er in der verbleibenden Rückrunde nicht glänzen, konnte verletzungsbedingt aber auch nur acht Spiele bestreiten. Eine Torbeteiligung gelang ihm dabei nicht.
Etwas anders wurde dies zur aktuellen Saison. Stand jetzt konnte er in 23 Einsätzen sieben Tore erzielen und vier weitere vorbereiten. Im Schnitt wurde er 73 Minuten eingesetzt. In den beiden Spielen gegen den BTSV gelang ihm keine Torbeteiligung.

Marcel Engelhardt (28 Spiele, 34 Gegentore, zehn Spiele ohne Gegentor)

2013 wechselte der gebürtige Grevener vom TSV Havelse in die U23 unserer Braunschweiger Eintracht. Dort bestritt der Torhüter 99 Spiele. In der Saison 2016/17 wurde Engelhardt zweiter Torhüter hinter Jasmin Fejzic. Sein Debüt feierte er beim 1:0-Sieg gegen den VfL Bochum im Oktober 2017, als er kurz nach Spielbeginn für den verletzten Fejzic eingewechselt wurde. Bis zum nächsten Einsatz sollte es noch etwas dauern.

Als Fejzic nach dem Abstieg zum 1. FC Magdeburg wechselte, wurde Engelhardt die neue Nummer 1. Der brenzligen Situation im unerwarteten Abstiegskampf in der 3. Liga konnte er nervlich nicht ganz standhalten und strahlte häufig Unsicherheit aus. Dabei half die verunsicherte Abwehr natürlich nicht weiter. So wurde während der Hinrunde der vereinslose Lukas Kruse verpflichtet, der die Sache allerdings nicht wirklich besser machte. Als Kruse sich in der Anfangsphase gegen den Halleschen FC bei einem Patzer verletzte und ein Gegentor verschuldete, kam Engelhardt mal wieder früh als Einwechselspieler in den Kasten. In den letzten beiden Spielen des Jahres stand er auch im Kasten. Dabei kassierte er nur ein Freistoßtor und die Eintracht holte vier Punkte.

Marcel Engelhardt bei seinem ersten Einsatz (bs1895)

Im Winter kam dann Jasmin Fejzic zurück und wurde Stammkeeper. Auf den nächsten Einsatz musste „Mello“ wieder etwas warten. Anfang der zweiten Halbzeit am ersten Spieltag der Saison 2019/20 in Magdeburg verletzte sich Jasmin Fejzic und wurde durch Engelhardt ersetzt, der die restlichen 36 Minuten spielen durfte. Der heute 28-Jährige kassierte kein Tor mehr und half somit mit, den 2:4-Sieg nach Hause zu bringen. Trotzdem blieb er erstmal auf der Bank. Beim 0:3-Sieg auf dem Betzenberg durfte er den erkrankten Fejzic vertreten.

Seine beste Zeit hatte er, als er nach dem Corona-Restart den verletzten Fejzic vertrat und sogar bis Saisonende verdrängte. Immer wieder fischte Engelhardt scheinbar unhaltbare Bälle aus der Luft und verhinderte das ein oder andere vermeintlich sichere Tor. In den neun Partien kassierte er neun Treffer.

Nach dem Aufstieg stand er in der Zweitligahinrunde nur zwei Mal im Kader und spielte keine Minute.
Ende Januar 2021 verließ er dann die Eintracht. Als neuen Arbeitgeber suchte er sich eine exotische Lösung aus und ging zu Maritzburg United in Südafrika. Dort bestritt er bis auf ein Spiel jede einzelne Partie und kassierte in 21 Spielen nur 22 Gegentore. Leider erzielten seine Mannschaftskollegen nur 15 Tore, derzeit rangiert er mit seiner Mannschaft somit auf Rang 13 in der South African Premier Division, die aus 16 Teams besteht.

Bis dahin

Euer Kivi

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