Elfmeter-Training im Kennel

Auch die Zwote der Herren war am Sonntag im Einsatz. Als Gast aus Göttingen reiste der vom Abstieg bedrohte SC Hainberg an. Erneut fand das Spiel beim NLZ im Kennel statt. Kunstrasen mag ich ja nicht so gerne, aber immerhin ist es dann kein Acker. Laut Stadionsprecher Robin Koppelmann waren 50 Zuschauer gekommen.

Löwen-Trainer Marcus Danner schickte folgende Aufstellung in die Partie: Tobias Bremer – Robin Dybizbanski, Daniel Pflüger, Gunnar Niemann (C), Jonas Wand (80. Dominik Hänel) – Marc Pfitzner, Nils Gehde – Leander Petry (80. Nabil Musa), Christian Ebeling (56. Emil Kischka), Ibrahim Diallo (56. Moritz Hindermann) – Carlos Christel (U19/73. Lukas Molter)

Pfitze strahlte am Ball viel Ruhe aus

Von Beginn an beherrschten die Löwen die Partie, die Gäste aus der Studenten-Stadt beschränkten sich fast ausschließlich aufs Verteidigen. Doch besonders gut waren sie darin nicht, bereits nach wenigen Minuten steckte Marc Pfitzner wunderschön auf seinen eigenen U19-Schützling Carlos Christel durch, der alleine vor dem Gästekeeper ruhig blieb und flach zur frühen Führung einschob. Fünf Minuten später war es wieder Christel, der für Aufruhr sorgte: Selbst mit mehreren Tritten gegen die Beine war er nicht zu stoppen, drang über die Außenbahn in den Strafraum rein und suchte Christian Ebeling. Der Pass kam erst nicht an doch beim Klärungsversuch rannten sich zwei Hainberger gegenseitig über den Haufen, sodass der Stürmer doch an die Pille kam. Sein Abschluss wurde im allerletzten Moment geblockt.

Nur wenige Augenblicke später schlug Ibrahim „Ibo“ Diallo eine schöne Flanke, die Nils Gehde denkbar knapp verpasste. Ein paar Minuten später chippte Pfitze den Ball sehenswert in den Lauf von Ribin Dybizbanski der den Ball kontrollierte und eine Volley-Flanke in den Strafraum schlug, wo die Abwehr gerade noch vorm einschussbereiten Ebeling klären konnte. Etwas später kam Ebeling im Strafraum an den Ball, wollte sich diesen zum Abschluss zurecht legen und wurde gefällt. Den fälligen Strafstoß verwandelte er flach rechts unten. Bei immer wieder einsetzendem Schneefall passierte dann einige Zeit nichts.

Torjubel in der ersten Halbzeit

Einige Minuten vor der Pause erlief Leander Petry einen tollen Steilpass, ging bis zur Grundlinie und gab den Ball flach in die Gefahrenzone wo erneut Christel bereit stand und zum 3:0 treffen konnte. Ein Tor sollte den Blau-Gelben nicht mehr gelingen, doch bei vielen Angriffen scheiterten sie knapp am letzten Pass oder einem der vielen Abwehrbeine, die sich trotz des Rückstandes um den Strafraum tummelten. So hieß es zur Pause 3:0. Die Gäste waren bis dahin nicht wirklich offensiv in Erscheinung getreten.

Das änderte sich mit Beginn der zweiten Halbzeit. Ein völlig missratener Schuss wurde plötzlich zur Torvorlage sodass die Gäste aus kürzester Distanz und stark abseitsverdächtiger Position zum Abschluss kamen. Der Schuss ging aber ein gutes Stück über das Tor. Diese Chance so weit am Kasten vorbei zu bugsieren, war schon ein Kunststück. Wer glaubte, jetzt wäre der Offensivdrang der Gäste geweckt, sollte sich irren. Torhüter Bremer sollte seine Handschuhe heute nicht ehr großartig benutzen.

U19-Trainer Pfitze forderte oft den Ball

Ein traumhafter langer Ball vom Kapitän und Abwehrchef Gunnar Niemann wäre fast zur Torvorlage geworden, doch Christian Ebeling verpasste den Ball haarscharf. Kurz darauf zog der eingewechselte Moritz Hindermann vom linken Strafraumeck zwischen zwei Abwehrbeinen hindurch ab, der Schuss war aber leichte Beute für den Gästekeeper. Wenig später wird der Torversuch vom ebenfalls eingewechselten Emil Kischka zur Ecke geblockt.

Mit der Meisterminute wurde ein Doppelschlag der besonders kuriosen Art eingeleitet. Gleich zwei Mal foulten die Gäste innerhalb von zwei Minuten klar im eigenen Strafraum. Folgerichtig gab es dann auch zwei Strafstöße, die der etatmäßige Schütze in der 67. Minute an Christel gab, der halbhoch verwandelte und einen Dreierpack schnürte, sowie in der 69. Minute an Emil Kischka, der die untere linke Ecke wählte und ebenfalls traf. Damit stand es 5:0. Doch der Torhunger der Löwen war noch nicht gestillt.

Torjubel in der zweiten Halbzeit

Kurz nach dem 5:0 verpasste Carlos Christel einen schönen Steilpass von Hindermann ganz knapp vor dem herausstürmenden Torwart. Danach nahm sich das Spiel für etwa zehn Minuten eine Pause, bis Nils Gehde über links in den Strafraum eindrang und einen Querpass in den Strafraum spielte, der zur Ecke geklärt wurde. Kurz darauf zeigten die Blau-Gelben noch einmal, wie stark sie kombinieren können: Emil Kischka schickte Robin Dybizbanski auf die Reise, der eine klasse flach Hereingabe in den Strafraum spielte, wo Lukas Molter freistehend vergab und wütend gegen den Pfosten trat. Etwa fünf Minuten später flankte Nabil Musa flach in den Strafraum. Der Verteidiger wollte lässig mit der Hacke klären, fabrizierte dabei aber fast ein Eigentor.

Kurze Zeit später schoss Kischka aus der zweiten Reihe, der Torhüter ließ den Ball aus den Händen flutschen, rette ihn dann aber doch noch vor dem heranstürmenden Hänel und begrub das Spielgerät unter sich. Dann wagten sich die Hainberger doch nochmal nach vorne: Einen Flachschuss fälschte Dybizbanski zur Ecke ab, die ungefährlich blieb. Die letzte Chance hatte erneut die Zwote: Nach einem schnellen Gegenangriff legte Gehde raus auf Musa, der aus spitzem Winkel am Torhüter scheiterte.

Leander Petry schirmt den Ball ab

Dann war Schluss: Die Löwen gewinnen ein einseitiges Spiel mit 5:0 und erzielten dabei gleich drei Elfmetertore. Am kommenden Sonntag tritt die Zwote dann beim SV Lengede an, die zwar sieben Punkte vor den Braunschweigern liegen, aber auch drei Spiele mehr haben. Anstoß in Lengede ist um 15 Uhr. Auswärtsfans sind gerne gesehen!

Bis Dahin

Euer Kivi

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