Nur noch zwei

Neben den bereits aufgestiegenen Löwen aus der Profi-Mannschaft kämpft auch die erste Frauenmannschaft um den Aufstieg. Gewinnen die Löwinnen die noch ausstehenden Ligaspiele und das dann anstehende Play-Off Spiel, stehen sie in der Regionalliga. Heute reiste der FC Eintracht Northeim an, bei denen die Herrenmannschaft bereits abgestiegen ist und in der nächsten Saison auf unsere Zwote in der Landesliga treffen wird.

Eintritt war wie immer frei, während des Spiels gingen Spielerinnen der zweiten Damenmannschaft rum und baten um Spenden. Für jede Spende gab es ein Freigetränk. Um die Damenteams zu unterstützen und meinen Hunger zu stillen, gab es für mich zudem eine Bratwurst für drei Euro. Die war wie immer super gebraten und sehr lecker, da kann man nicht viel meckern: 9/10!

Die leckere Biberweg-Bratwurst

In seinem letzten Heimspiel schickte Eintracht-Trainer Lukas Ebeling folgende Elf auf das künstliche Grün: Lisa Kelm (TW), Caren Holzenkamp, Victoria Wiedermann (C, 80. Dorothea Prießnitz), Cindy Kaufmann (67. Lena Ahl), Nele Effinghausen, Jolie Just (40. Lyn Meyer), Franziska Knopp, Ronja Riemer (46. Lisa-Marie Naujoks), Franziska Unzeitig, Chantal Isabell Münch, Michelle Bröckel

Nach wenigen Minuten fing Münch einen Abschlag der Torhüterin ab, spielte einen Doppelpass mit Just und versuchte den Ball scharf in die Mitte zu bringen. Ein Abwehrbein klärte zur Ecke, die nichts einbrachte. Wenig später kam Holzenkamp bei einem langen Riemer-Freistoß einen Schritt zu spät und kam nicht mehr an die Kugel. Nur eine Zeigerumdrehung später schlug Kaufmann von der rechten Seite eine schöne Halbfeldflanke. Wiedermann tauchte im Strafraum auf und kam an den Ball, legte sich diesen aber einen Tick zu weit vor, sodass die Torhüterin diesen aufnehmen konnte. Eine Minute später flog ein Fernschuss von Holzenkamp denkbar knapp am Gehäuse der Northeimer vorbei. Drei Minuten später zog Riemer flach ab, wieder daneben. Einige Minuten später versuchte es Knopp mit einem Heber vom Strafraumrand: Sichere Beute für die Northeim-Torfrau. Etwas später konterten die Gäste, Eintracht-Torhüterin Lisa Kelm eilte aus dem Kasten und begrub den Ball unter sich bevor eine Stürmerin an den Ball kommen konnte.

Die Gäste standen ziemlich tief und versuchten mit langen, steilen Bällen über ihre durchaus flinken Offensivkräfte zu kontern. Die Blau-Gelben bestimmten klar das Geschehen, fanden aber nur selten Lücken in der dicht gestaffelten Abwehr und waren zudem häufig etwas zu ungenau im letzten Drittel. Eine von Cindy Kaufmann gefährlich getretene Ecke köpfte Torjägerin Nele Effinghausen knapp vorbei. Danach konterten wieder die Gäste, doch Franziska Unzeitig klärte mit einer Monster-Grätsche die Szene hart aber fair und verhinderte die Riesenchance. Eine klasse Szene! Danach zogen die Löwinnen eine tolle Kombination Knopp und Münch auf, am Ende kam Effinghausen zum Abschluss, scheiterte aber aus spitzem Winkel an der Torhüterin, dann prallten beide gegeneinander. Nach kurzem Durchatmen ging es aber für beide Spielerinnen weiter. Die aktuelle Toptorjägerin der Blau-Gelbe war in der nächsten Szene wieder hellwach, als sie zwischen Abwehrspielerin und Torhüterin spritze und die Sohle noch an das Spielgerät brachte. Der runde Leder bekam aber leider nicht genug Schwung, sodass die Torhüterin den Ball mit den Fingerspitzen noch erreichen und sichern konnte.

An Franziska Unzeitig kommt keine Gegnerin so einfach vorbei

In den letzten Minuten vor der Pause drehten die Löwinnen nochmal auf und wollten unbedingt den Führungstreffer erzielen. Erst konnte die Torhüterin einen Kopfball von Holzenkamp nach einem Unzeitig-Freistoß noch parieren, doch wenig später war sie machtlos. Münch dribbelte über die linke Außenbahn in den 16er und ließ dabei mehrere Gegnerinnen wie Slalomstangen stehen, nahm den Kopf hoch und gab den Ball flach vor das Tor. Dort war Franziska Knopp mitgelaufen und drückte das Leder über die Torlinie, 1:0! Im direkten Gegenzug wären die Gäste fast zum Ausgleich gekommen, doch Lisa Kelm riss bei dem wuchtigen Abschluss aus spitzem Winkel die Fäuste hoch und verhinderte den Gegentreffer.

Die anschließende Ecke köpfte Northeim aus gefährlicher Position über den BTSV-Kasten. Wenig später rutschte ein langer Ball durch, nur noch Kelm konnte den Gegentreffer verhindern, eilte aus dem Kasten und schmiss sich der Stürmerin entgegen. Sie war als erste am Ball und wurde dann von der Gegenspielerin abgeräumt. Aber auch für die starke Torfrau ging es nach kurzem Luftholen weiter. Eine Szene hatten die Blau-Gelben noch: Münch steckte auf Effinghausen durch, die mit einem klasse ersten Kontakt aufs Tor zog und mit der Picke abschloss. Sie traf den Ball leider nicht perfekt, sodass die Torhüterin der Gäste die Pille festhalten konnte.

Cindy Kaufmann führt den Ball

Dann war Halbzeit, eine überlegene Eintracht nutze ihre Spielanteile nicht konsequent genug und lud die Gäste immer wieder zu gefährlichen Kontern ein. Kurz vor der Pause war aber die lange verletzte Lyn Meyer gekommen, die bereits in der Vorwoche einen Doppelpack schnüren konnte. Nele Effinghausen rutschte dafür eine Position zurück.

Den ersten Abschluss im zweiten Durchgang hatten die Gäste, doch Kelm packte bei dem Schuss vom Strafraumrand sicher zu. Im Gegenzug nahm Wiedermann eine etwas zu lang gewordene Flanke aus spitzem Winkel volley, doch die Torhüterin hielt den Schuss fest. Zwei Minuten später landete ein Freistoß aus nicht ganz 25m von Knopp am Außennetz. In der 54. Minute war es dann so weit: Eine Knopp-Ecke segelte an den zweiten Pfosten. Dort warf sich Naujoks in den Ball und drückte das Spielgerät im Flug mit der Innenseite über die Linie. Direkt danach probierte es Nele Effinghausen aus der zweiten Reihe, ihr Schuss setzte einmal auf und landete dann in den Armen der Torhüterin. Eine Minute später konterte Eintracht über Meyer, Effinghausen und Münch, deren Schuss nicht gefährlich wurde. Wiederum nur eine Minute später setzte ein Distanzsschuss von Knopp ebenfalls kurz vor der Torhüterin auf, dieses Mal konnte sie nur zur Ecke klatschen lassen.

Münch beim Dribbling

Jetzt hatten die Löwinnen sich festgebissen. Die immer stärker werdende Meyer machte den Ball am linken Strafraumeck fest und gab den Ball zur überlaufenden Holzenkamp weiter, die den Ball stark mitnahm und überlegt auf Knopp querlegte, die den Ball über den Kasten zimmerte. Direkt konterten die Löwinnen erneut, wieder über Meyer und Holzenkamp. Am Ende schoss Münch übers Tor. In der 67. Spielminute rollte der nächste Angriff, wieder waren Holzenkam und Meyer beteiligt. Holzenkamp passte zu Meyer, die am Strafraumrand ihren Körper reinstellte, sich geschickt um ihre Gegenspielerin dreht und dadurch freie Bahn hatte. Eiskalt verwandelte sie flach in die lange Ecke, 3:0! Fünf Minuten später wehrte Kelm einen scharfen Schuss aus spitzem Winkel zur Ecke ab.

Einige Minuten später kam Lisa-Marie Naujoks nach einer Halbfeldflanke an den Ball. Ihr Kopfball war aber etwas zu ungenau um gefährlich zu werden. Wenige Augenblicke später wollte die Northeimer Abwehrspielerin einen scheinbar völlig unerreichbaren langen Ball locker kontrollieren, kannte aber Lyn Meyer schlecht. Die Torgarantin nahm ihrer Gegenspielerin gleich mehrere Meter ab und eroberte mit viel Einsatz den Ball im gegnerischen Strafraum, hielt sich ihre Gegenspielerin geschickt vom Leib und schoss aus der Drehung aufs lange Eck: 4:0! Fast direkt nach dem Anstoß trafen die Gäste die Latte, der Ball blieb heiß und es gab ein wildes Gewühl im 16er der Löwinnen. Am Ende schossen die Gäste den Ball klar am Tor vorbei.

Lyn Meyer bejubelt den Doppelpack

Den nächsten Löwenabschluss hatte Franziska Knopp, aus etwa 20m schoss sie aber klar daneben. Die Schlussphase war eingeläutet, als Michelle Bröckel aus 25m draufhielt. Der Flatterball wurde von der Gäste-Torhüterin mit einer Glanztat zur Ecke pariert. Wenig später nahm Lyn Meyer eine Prießnitz-Flanke hervorragend aus der Luft und befand sich in bester Abschlussposition, doch eine Abwehrspielerin kam in höchster Not noch dazwischen und verhinderte das sonst ziemlich sichere Gegentor. Eine Szene hatten die Blau-Gelben noch im Köcher: Caren Holzenkamp ließ mit einem tollen Dribbling gleich mehrere Gegnerinnen stehen und steckte auf Lyn Meyer durch, die das Spielgerät eiskalt im Tor versenkte. Allerdings war die Fahne der Schiedsrichterassistentin oben, sie hatte eine Abseitsstellung erkannt.

Dann war Schluss! Eine löwenstarke zweite Halbzeit und ein absolut verdienter Sieg mit einer Lyn Meyer, die genau zur heißen Saisonphase wieder fit und in toller Form ist und mit Nele Effinghausen dauerhaft Gefahr in der Offensivzentrale ausstrahlte. Am nächsten Sonntag geht es zum TSV Barmke, wenn die Eintracht gewinnt, ist die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation gesichert. Anstoß ist um 11 Uhr, kommt gerne vorbei und unterstützt unsere Löwinnen im letzten Ligaspiel!

Bis Dahin

Euer Kivi

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